Naturnaher Ausbau des Statzenbaches ausgezeichnet
Im Frühjahr hat der Wasserleben-Fonds österreichweit dazu aufgerufen, naturnahe Hochwasserschutzmaßnahmen einzureichen. Für das Projekt wurde eine finanzielle Förderung in Höhe von 66 Prozent der Gesamtkosten in Aussicht gestellt. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund und Vertreterinnen und Vertretern der Länder wurde nun das Bundessieger-Projekt gekürt. Am Rande der Landesagrarreferentenkonferenz haben Bundesminister Dipl.-Ing. Niki Berlakovich und Naturschutzbund-Präsident Dr. Roman Türk den Hauptpreis an Bürgermeister Dr. Emmerich Riesner von der Stadtgemeinde Neumarkt übergeben. "Das ausgezeichnete Projekt zur Renaturierung eines Abschnittes des Statzenbaches vereinigt in vorbildlicher Weise die Ansprüche eines modernen Hochwasserschutzes mit der Gestaltung eines vielfältigen Lebensraumes. Damit wird auch ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz geleistet", so Umweltminister Berlakovich bei der Preisverleihung.
"Ich freue mich sehr, dass unsere Bemühungen für den Bau von naturnahen Hochwasserschutzmaßnahmen über die Grenzen unseres Landes hinaus so hohe Anerkennung bekommen. Die Gemeinde Neumarkt hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig ihr eine nachhaltige Entwicklung ist. Dieser konsequente Weg wurde heute belohnt", sagte Landesrat Sepp Eisl, der Bürgermeister Riesner und seinem Team zu der herausragenden Arbeit gratulierte und der Umsetzung gespannt entgegensieht.
"Wir haben ein umfassendes Programm zur naturnahen Gestaltung Neumarkts ausgearbeitet. Dass wir jetzt mit dem Statzenbach eine so hohe Anerkennung erhalten, ist sehr erfreulich. Vor allem können wir damit auch eine sehr gute Umsetzung sicherstellen. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landes Salzburg und der Bundeswasserbauverwaltung funktioniert hervorragend", sagte Bürgermeister Dr. Riesner.
Insgesamt werden die Ufer des Statzenbaches auf einer Länge von rund 150 Metern nach modernsten Erkenntnissen gesichert und gestaltet. Die Bachböschungen werden mit heimischen Gehölzen bepflanzt, wodurch auch ein wertvoller Lebensraum für die Natur entsteht. Umgesetzt wird das Projekt im kommenden Jahr. In Verbindung mit "Vielfalt für Neumarkt – Netzwerk Natur Salzburg" ist dieses Vorhaben ein wichtiger Mosaikstein eines Biotopverbundes für die Gemeinde Neumarkt. Die voraussichtlichen Kosten des Projektes belaufen sich auf rund 100.000 Euro und werden je zu einem Drittel von Lebensministerium, Land und Stadtgemeinde Neumarkt getragen.
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