Wärme ohne heizen
(7.10.2011) Heute wurde in Bruck an der Großglocknerstraße die neue Tischlerwerkstätte der Landwirtschaftlichen Fachschule eröffnet. Der neue Holzbau kommt ohne eine herkömmliche Heizung aus. Die Baukosten sind 20 % niedriger als bei anderen Gebäuden.
"Als ich diese Vision die ersten Male mit Technikern besprochen habe, waren viele sehr skeptisch. Doch nach einer intensiven Zusammenarbeit konnte ein System entwickelt werden, dass in dieser Form einzigartig ist. Wir speichern die Wärme aus der Sonne in der Bodenplatte. So wird die Werkstätte vom Boden her gewärmt", sagt Agrar- und Energie-Landesrat Sepp Eisl.
Keine Heizkosten auf "Lebenszeit"
"Mit diesem neuen Holzbau in Passivhausstandard und einer reinen Sonnenheizung setzen wir einen neuen Maßstab im öffentlichen Bauen. Gerade junge Menschen für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Sonnenenergie oder Erneuerbarer Energie zu begeistern, ist ein Gebot der Stunde. Die Errichtungskosten in Bruck liegen rund 20 Prozent unter denen bei vergleichbaren Werkstätten-Gebäuden. Zusätzlich fallen in Bruck keine Heizkosten mehr an, das bedeutet 100 Prozent Einsparung bei Heizkosten Danke an alle, die an der Umsetzung und Einrichtung dieses Vorzeigebetriebs mitgearbeitet haben", so Landesrat Sepp Eisl.
Die Schüler und Lehrer hatten in den vergangenen Wochen die Möglichkeit die neue Arbeitsumgebung kennen zu lernen. "Sie zeigen sich nachdem Testbetrieb begeistert von der neuen Werkstätte. Mit dieser Innovation können wir die Neugierde der Schüler für das Thema wecken und können anschaulich den Einsatz erneuerbarer Energie im Unterricht präsentieren", sagt Dir. Christian Dullnigg.
Die Gesamtinvestitionskosten für die neue Tischlerwerkstätte belaufen sich auf rund 900.000 EUR. Ausgeführt wurde das Gebäude in einer reinen Holzbauweise von der Firma Maiberger aus Lofer. weitere Bilder (frawie)
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